Sie verhält sich ähnlich wie ein Luftballon: die Blase. Ist sie leer, erinnert sie an eine flache Schale. Füllt sie sich mit Urin, dehnt sich die Blase aus und wird rund wie eine Kugel. Das Organ unterteilt sich in Blasenkörper, Blasenhals und Blasengrund. Glatte Muskulatur verleiht der Blase ihre Dehnfähigkeit.
Das Harnwegsorgan liegt dem Beckenboden auf und dient als Sammelbecken für den Urin. Ab einer Menge von 300 bis 350 Millilitern verspüren wir das Gefühl, auf Toilette gehen zu müssen. Doch die Blase kann bis zu über einem Liter speichern. Allerdings „müssen“ wir dann wirklich dringend.
Wann sich die Blase entleert, können wir ein Stück weit steuern. Und zwar über die Ringmuskel des Organs. Der obere Muskel – der Detrusor – verhindert, dass Harn zurück in die Harnleiter fließen kann, er funktioniert automatisch. Den unteren Muskel – genannt Sphinkter – können wir dagegen beeinflussen. Er hält den Urin in der Blase zurück oder führt zur Blasenentleerung, wenn er sich entspannt.
Menschen, die an einer Blasenschwäche (Inkontinenz) leiden, haben Probleme den Harn zurückzuhalten. Die Blase entleert sich ungewollt, was vielen Menschen sehr peinlich ist. Bei bestimmten Formen schafft Beckenbodentraining Abhilfe.
Gelangen Bakterien in die Harnröhre, kann es zur Blasenentzündung kommen. Viele Frauen kennen die Symptome – Brennen beim Wasserlassen, ständiger Harndrang, Unterbauchschmerzen – nur zu gut.
Manchmal können auch Blasensteine zu unangenehmen Harndrang und trübem Urin führen. Blut im Urin kann in seltenen Fällen auf Blasenkrebs hinweisen.
Bei manchen Medikamenten steht im Beipackzettel als mögliche Nebenwirkung der Begriff Blasenentleerungsstörungen. Dahinter verstehen Mediziner entweder ein vermehrtes – (Pollakisurie), schmerzhaftes – (Algurie) oder erschwertes Wasserlassen (Dysurie).
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14.01.2010, aktualisiert am 19.01.2012
Bildnachweis: W&B/Szczesny
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