Ausbleiben der Knochenbruchheilung mit bindegewebiger Überbrückung des Bruchspaltes, ohne dass dieser verknöchert.
Ursache: Hohes Lebensalter oder die Einnahme bestimmter Medikamente können die Entwicklung eines Falschgelenks begünstigen. Auch lokale Faktoren können zugrunde liegen.
Befund: Der Betroffene leidet unter Druck- und Belastungsschmerzen, es finden sich Schwellungen und Funktionseinschränkungen der betroffenen Gliedmaßen sowie eine abnorme Beweglichkeit. Das Falschgelenk lässt sich meist mittels eines Röntgenbildes erkennen.
Behandlung: Mittels einer Operation wird der Bruch stabilisiert (Osteosynthese). Meist müssen die Bruchränder vorher neu angeschnitten werden, evtl. werden Knochenspäne vom Beckenkamm übertragen, um die Lücke zu schließen und den Knochen in der Länge anzupassen. Die Heilungsdauer beträgt 3–5 Monate. – Abb. S. 368.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 08.12.2010
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